BMBF-Bekanntmachung: "Mobile Diagnostiksysteme"

19. Januar 2010

Anmeldefrist: 31. März 2010

Die Bekanntmachung erfolgt in Umsetzung der Hightech-Strategie der Bundesregierung, deren Ziel ist, Deutschlands Innovationskraft zu stärken, um nachhaltig Arbeitsplätze in wichtigen Branchen zu sichern und Zukunftsmärkte auszubauen. Beabsichtigt ist es, die geschaffenen Grundlagen und Einzeltechnologien im Themenfeld biomedizinbasierte Mikrosystemtechnik (BioMST) optimal miteinander zu tragfähigen Systemlösungen zu verknüpfen, um sie in innovative und marktfähige Produkte für die Bioanalytik und die Medikamentenentwicklung bzw. Wirkstoffforschung münden zu lassen.

Die Forschungsförderung im Themenschwerpunkt "Mobile Diagnostiksysteme" zielt auf die Entwicklung unterschiedlicher Systemlösungen, die in sich geschlossene Arbeitsabläufe innerhalb der Bioanalytik abbilden oder auf sie fokussieren. Dabei geht es darum, Erfolg versprechende Ansätze in marktfähige Lösungen zu überführen. Immerhin birgt die mobile Diagnostik neben den persönlichen Vorteilen für die Patienten auch ein enormes wirtschaftliches Potenzial: Die derzeitige demografische Entwicklung betrifft alle entwickelten Industrienationen, also potenzielle Importnationen für innovative Gesundheitstechnologien.

Der Fokus der Förderung liegt auf den derzeit erkennbaren und mittelfristig lösbaren technologischen Herausforderungen innovativer, bioanalytischer Systeme für die medizinische Diagnostik. Dabei ist die Festlegung auf konkrete Anwendungen oder Anwendungsfelder erwünscht. Eine Eingrenzung auf bestimmte Krankheitsbilder erfolgt nicht explizit, allerdings sollten die Anwendungen Problematiken einer alternden Bevölkerung adressieren. Dabei können sowohl Lösungen zum Nachweis und zum Monitoring von Volkskrankheiten oder Infektionserkrankungen als auch sinnvolle Ansätze Therapie begleitender Diagnostikmaßnahmen entwickelt werden.

Neue diagnostische Konzepte müssen in etablierte Arbeitsprozesse integriert werden können und kompatibel zu gängigen Verfahren der medizinischen Praxis sein. Deshalb ist auf die Schnittstellen der Systeme ein besonderes Augenmerk zu richten. Marktfähige Endgeräte sollten darüber hinaus optimal auf die jeweiligen Anwender zugeschnitten sein.Gefordert ist daher die Entwicklung und Integration innovativer Ansätze, die gesamte Arbeitsabläufe innerhalb der Bioanalytik abbilden oder sich optimal in sie einpassen. Bevorzugt werden Vorhaben, deren Technologie sinnvoll auf vorhandene und etablierte Plattformen, Standards und Schnittstellen aufbaut. Ein wesentliches Ziel ist die Erreichung einer ausreichenden Genauigkeit, eine wettbewerbsfähige Wirtschaftlichkeit der durchgeführten Arbeitsschritte sowie die mögliche Einpassung in akzeptierte und etablierte Workflows.

Ansprechpartner:

VDI/VDE Innovation + Technik GmbH

Projektträger Mikrosystemtechnik

Steinplatz 1

10623 Berlin

Tel.: 030 310078-101

Internet: http://www.mstonline.de

weitere Informationen unter:

http://www.bmbf.de/foerderungen/14155.php

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